Campingtips

Dem interessierten Neueinsteiger kann ich folgende Ratschläge geben:

(ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit)

Wer noch nie Camping gemacht hat, sollte sich zu Anfang auf Campingplätzen informieren, ob dort Wohnwagen zu vermieten sind. Man kann Camping erst einmal ausprobieren, ohne einen Wohnwagen zu mieten und mit diesem dann fahren. Dies ist für Fahranfänger interessant oder auch für Leute, deren Fahrzeuge keine Anhängerkupplung haben. Man braucht sich keinen zu kaufen (hoher Anschaffungspreis). Auch Zelte kann man (ausgestattet) mieten.

Wenn man jedoch eine größere Tour plant und von Stadt zu Stadt fährt, ist es sinnvoll, sich bei einem Wohnwagenhändler einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil zu mieten. (Vorteil: kein hoher Anschaffungspreis und man braucht sich außerhalb des Urlaubs nicht um einen Abstellplatz zu kümmern, was auch Geld kostet).

Hat man „Blut geleckt“ und möchte dann seinen eigenen Wohnwagen besitzen, kann man sich einen gebrauchten Wohnwagen oder ein Vorjahresmodell kaufen, was deutlich günstiger ist.

Anfangs reicht es aus, wenn man z. B. das Küchenzubehör aus der eigenen Küche mit einpackt. Fährt man jedoch häufiger los, ist es von Vorteil, sich Geschirr, Besteck usw. extra kauft. Dann braucht man nicht jedes Mal die eigene Küche leer zu räumen und man hat auch gleich alles zusammen.

Das Zubehör muss nicht aus dem Camping-Fachgeschäft sein (meist höhere Preise). Erfahrungsgemäß gibt es das Campingzubehör auch in Warenhäusern, Baumärkten und Sonderpostenmärkten der gleichen Qualität zu deutlich niedrigeren Preisen. Auch ist es von Vorteil, auf Angebote zu achten (im Prinzip genauso wie bei anderen Produkten auch). Doch sollte man nicht “billig” einkaufen, denn dann wird es teuer, weil man dann mehrfach kauft.

Erfahrungsgemäß sind Campingartikel im Herbst/Winter deutlich günstiger als im Frühjahr/Sommer, da dann auch keine Campingsaison ist. Die Geschäfte und Online-Shops räumen dann ihre Lager, um Platz für das neue Sortiment zu machen.

Bei den “Betten”, egal ob nun nur Luftmatratzen, Feldbetten, den selbstaufblasbaren Luftmatratzen o. ä., sollte man vorher eine Liegeprobe machen. Nicht, dass der Urlaub an sich schön ist, man aber schlecht schläft. Wenn man nachts schlecht schläft oder unbequem liegt, dann ist auch der schönste Urlaub ruiniert.

Wichtig zu erwähnen ist auch, dass die mitgelieferten Heringe/Zeltnägel bei (Vor-)Zelten oftmals keine gute Qualität haben und auch nicht für jeden Untergrund zu gebrauchen sind. Dies ist auch bei der Urlaubsplanung zu beachten. Manche Campingplatzbetreiber weisen auch auf einen harten und steinigen Untergrund hin. Dieser Untergrund hat zwar den Nachteil, dass sich die Heringe beim Einschlagen verbiegen können, aber dafür den Vorteil, dass diese Plätze auch von schwereren Wohnmobilen angefahren werden können, ohne dass diese nach länger anhaltenden Regenschauern sprichwörtlich im Erdboden versinken.

Apropos Campingplätze: Bei der Planung und Reservierung ist es wichtig zu wissen, wie groß die Stellplätze sind, denn es kommt ab und zu mal vor, dass die Deichsel des Wohnwagens über den Stellplatz auf den Weg hinausragt.

 

Vergleich Wohnwagen und Wohnmobil und Zelt

Wohnwagen

Vorteile:

  • man ist am Urlaubsort mobil, da der Wohnwagen dort abgekuppelt wird und man mit dem KFZ vor Ort herumfahren kann
  • Auf- und Abbau geht relativ einfach, unter anderem je nach Größe und Art des Vorzeltes
  • das Gepäck findet schon vor der Abreise Platz im Wohnwagen (in den Schränken und Staukästen)

 

Nachteile:

  • 80 bzw. 100 km/h-Beschränkung auf allen Strecken
  • Maut wird evtl. zusätzlich zum PKW notwendig
  • erhöhter Fahrpreis auf Fähren im Vergleich zum PKW
  • erhöhter Benzinverbrauch des PKWs (der Wohnwagen wiegt wiegt mindestens ca. 800kg bis 1 oder 2 Tonnen oder mehr)

 

Wohnmobil

Vorteile:

  • nur das Fahrzeug, kein Anhänger, daher keine 80 bzw. 100 km/h-Beschränkung
  • Maut möglicherweise geringer als beim Wohnwagengespann
  • Fährenpreis ebenfalls

Nachteile:

  • am Urlaubsort wenig mobil, da das Wohnmobil nur das einzige Fahrzeug vor Ort ist, d. h. zum Einkaufen muss die „Unterkunft“ komplett mitgenommen werden
  • das Wohnmobil als Fahrzeug ist erheblich größer als ein PKW, das Finden von passenden Parklücken könnte sich durchaus als schwierig erweisen
  • auch nicht jedes Parkhaus kann aufgrund der Höhe angefahren werden

 

Zelt

Vorteile:

  • ähnlich wie beim Wohnwagen ist die Mobilität am Urlaubsort gewährleistet, da auch das Zelt am Urlaubsort stehenbleiben kann und man mit dem KFZ vor Ort herumfahren kann
  • keine 80 bzw. 100 km/h-Beschränkung
  • geringere Maut
  • geringere Fährpreise

Nachteile:

  • längere Auf- und Abbauzeiten, Zeltauf- und Abbau, Einrichten, „Betten“ machen (Luftmatratzen aufpumpen), Mobiliar auf- und abbauen, Bekleidung ein- und ausräumen, …
  • geringeres Platzangebot als im Wohnwagen bzw. Wohnmobil
  • das komplette Gepäck und die Campingausrüstung muss Platz im Kofferraum bzw. auf dem Dachgepäckträger finden

 

Kocher

Gaskocher sind Kocher, die mit Flüssiggas (i. d. R. Butan oder Propan) betrieben werden. Gaskocher sind einfach in der Bedienung und, da das Gas ohne Rückstände verbrennt, auch sauber in der Anwendung. Gaskocher sind sofort betriebsbereit, besser regulierbar und meist auch leiser als Benzin- und Petroleum-Kocher. Achtung: Sowohl bei niedrigen Temperaturen oder niedrigerem Luftdruck (in großen Höhen) sinkt die Leistung. Aufgrund unterschiedlicher Anschlusssysteme kann es allerdings zu Versorgungsproblemen bei den Gaskartuschen kommen.

Der Spirituskocher verwendet Spiritus. Um die Rußbildung so gering wie möglich zu halten, wird Wasser hinzugefügt, was aber die Heizleistung vermindert. Seine Vorteile sind die einfache, billige Bauweise und auch die einfache Handhabung. Der Nachteil ist die geringe Heizleistung. Für weitere Informationen (z. B. Bauformen) schaut bei mal hier bei Wikipedia.

Der Benzinkocher verbrennt Benzin (auch das von der Tankstelle). Es gibt auch Mehrstoffkocher, die dann flüssige Brennstoffe (Petroleum, Diesel, Heizöl usw.) oder auch Flüssiggas verbrennen. Der Benzinkocher ist vergleichsweise nicht so einfach in der Bedienung, denn um die Rußbildung bei den flüssigen Brennstoffen zu verringern, müssen diese vor der Verbrennung erst erhitzt werden.

Der Esbit-Kocher verbrennt Trockenspiritus. Da die Heizleistung sehr gering ist, wird er hauptsächlich zum Erwärmen von Speisen verwendet.

Das Brennmaterial für den Hobokocher kann vor Ort gesucht werden, es muss also kein Brennmaterial, wie Benzin, Spiritus, Gaskartuschen o. ä. mitgenommen oder vor Ort gekauft werden. Durch die Form nutzt der Hobokocher dasselbe Prinzip wie der Anzündekamin beim Kohlegrill und dient damit der effektiven Luftzufuhr.

Zu beachten sind bei der Nutzung der Kocher (besonders beim Hobokocher) natürlich die örtlichen Brand- und Naturschutzvorschriften.

 


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